Der Ortsteil Prenzlauer Berg war vor der großen Fusion im Jahre 2001 ein eigenständiger Bezirk zwischen Weißensee, Pankow und Mitte. Seit 2001 ist Prenzlauer Berg ein Ortsteil des Bezirks Pankow. Der Ortsteil ist einer der zentral gelegensten und beliebtesten Orte von Berlin.
Besonders Grün ist es im Prenzlauer Berg nicht, dennoch ist der Bezirk sehr schön geprägt durch Altlbauten, die überwiegend aus der Zeit der Wende zum 20. Jahrhundert hin stammen, also in der Zweit zwischen 1889 und 1905. Insgesamt stammen sogar über 80% aller Wohnungen aus der Zeit von vor 1948. Das älteste noch existierende Gebäude wurde im Jahre 1848 erbaut und steht in der Kastanienalee 77. Im Vergleich zu anderen Ortsteilen blieb Prenzlauer Berg im zweiten Weltkrieg relativ verschont von Zerstörungen, jedoch wurde das Gebiet stark durch die DDR vernachlässigt und erst in den 70ern einigermaßen aufgeräumt. Die letzten Ruinen wurden erst Anfang der 1970er abgetragen. Auch fanden notwendige Sanierungen erst nach der Wende statt. Heute stehen über 300 Gebäude unter Denkmalschutz, unter anderem das Stadtbad Odenberger Straße, die Brauerei in der Milasstraße und die Brauerei in der Knaackstraße.
Der innenstadtnahe Teil bietet ein nahezu gastronomisches Überangebot an Restaurants und Bars, besonders um den Kollwitz- und den Helmotzplatz in der Kastanienallee. Zentrum des Nachtlebens und Treibens ist das Gebiet rund um den U-Bahnhof Eberswalder Straße, an dem sich Schönhauser Allee, Danziger-/Eberswalder Straße und Kastanien-/Pappelallee schneiden. Dieser Kiez an dieser Kreuzung wird im Volksmund auch „Ecke Schönhauser" genannt. Besonders unter den U-Bahnbögen sammelt und trifft sich täglich die Jugend Deutschlands.
Besonders herausragende Gebäude sind die großen Kirchen des Ortsteils, die Gethsemanekirche von August Orth und die Segenskirche an der Schönhauser Allee. Beide Kirchen haben besonders hohe Türme. Die Gethsemanekirche hat einen immerhin 66 Meter hohen Turm und die Segenskirche sogar einen 79 Meter hohen. Das Wahrzeichen dieses Ortsteils ist allerdings der ehemalige Wasserturm, bekannt unter den Anwohnern auch als „dicker Hermann", der im Jahre 1877 erbaut wurde und damit der älteste Wasserturm in Berlin ist. Der Volkspark Prenzlauer Berg lädt Sie zum spazieren im Grünen und Sport treiben ein. Seit 1987 bietet der Prenzlauerberg noch ein Zeiss-Großplanetarium an der Prenzlauer Allee.
Zeiss-Großplanetarium in Prenzlauer Berg
Das Zeiss-Großplanetarium wurde im Oktober 1987 eröffnet und galt zur seiner Eröffnung als eines der größten und modernsten Sternentheater Europas. Es beherbergt mit der Archenhold-Sternwarte ein gemeinsame Einrichtung unter dem selber Dach der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin.
Kern und Herz der Technik ist der computergesteuerte Projektor "Cosmorama" von Carl Zeiss im Kuppelsaal mit 23 m Durchmesser. Dieser Projektor kann sowohl eine brilliante Darstellung des gestirnten Himmels mit mehr als 9000 Sternen als auch eine Vielzahl astronomischer Phänomene aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft am künstlichen Himmel präsentieren.
Der Projektor kann auf seiner fahrbaren Plattform vollständig in der Keller versenkt werden und eröffnet dem Saal eine Vielzahl an alternativen Nutzungmöglichkeiten. Es gibt eine ausreichende Anzahl an Diaprojektoren, eine Showlaseranlage, eine komplette Tonanlage (mit Produktionsstudio) und Videopräsentationstechnik. Das Planetarium bietet mit fast 300 Sitzplätzen also auch Platz für alternative Events, Präsentationen und Veranstaltungen im besonderen Ambiente zum Beispiel unter einen künstlichen Sternenhimmel. Mehr unter: Zeiss-Großplanetarium